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SYRIEN

Ein Kaffee … „für immer“

SYRIEN - Ein Kaffee … „für immer“ SYRIEN Ein Kaffee … „für immer“

 

 

 

Bei einem Spaziergang durch eine syrische Stadt trifft man nicht selten auf riesige Nachbildungen von Kaffeekannen, denn Kaffee gehört zum Lebensstil der Syrer und das zeigen sie gern. Kaffee wird zu allen wichtigen Gelegenheiten serviert: von der Verhandlung über Eheschließung über Reinigungsrituale bis hin zu Beerdigungen.

Das Ritual des Kaffeetrinkens kann einen alltäglichen Besuch in einem syrischen Haushalt in einen feierlichen Moment verwandeln. Wie auch in Ägypten wird der Kaffee in Syrien mit gezuckertem Wasser zubereitet. Deswegen ist es wichtig, zu wissen, wie der Gast seinen Kaffee am liebsten trinkt, bevor man ihn serviert und wenn nötig, mehrere Kannen mit unterschiedlicher Süße bereitzuhalten. Ungesüßter Kaffee wird nur auf Beerdigungen getrunken. Der bittere Geschmack soll den traurigen Grund für die Feier widerspiegeln. Einige Leute kippen den Kaffeesatz aus der Tasse auf die Untertasse, um aus den entstandenen Mustern die Zukunft zu „lesen“, wenn sie sich über etwas Sorgen machen.

Zwar ist es für jeden syrischen Gastgeber eine Freude, Gästen einen Kaffee zu servieren, doch er wird auch einen angemessenen Dank erwarten: Das magische Wort lautet Daïmé, was so viel heißt wie „für immer”. Es drückt die Hoffnung aus, dass das Haus, in dem der Kaffee serviert wird, für immer so großzügig bleiben möge.

SYRIEN - Die Rezepte REZEPTE




Qahwa - Türkischer Kaffee mit Kardamom

Zutaten (für 4 Portionen)

  • 200 ml Wasser
  • 4 gehäufte Teelöffel Kaffee mit Kardamom
  • Zucker nach Geschmack (optional)







Zubereitung
Das Wasser in einen türkischen Kaffeepott füllen, Zucker und Kaffeepulver hinzufügen und vorsichtig umrühren. Dann den Kaffeepott auf den Herd stellen. Sobald der Kaffee zu kochen beginnt und Schaum entwickelt, von der Herdplatte nehmen. Mit einem Teelöffel etwas Schaum auf 4 Tassen verteilen. Nun den Kaffeepott zurück auf die Flamme stellen, jedoch nicht kochen lassen. Den Kaffee vorsichtig in die Tassen füllen, um die Schaumkrone zu erhalten.

Nach dem Kochen wird kein zusätzlicher Zucker in den Kaffee gegeben, damit sich der Kaffeesatz ungestört auf dem Boden der Kanne niederlassen kann. Der Zucker muss stattdessen vor Aufsetzen des Kaffees ins Kochwasser gegeben werden. Daher braucht man eine Kanne für jeden Geschmack: ohne Zucker (murrah), wenig Zucker (mazboutah) oder sehr süß (hilweh).

Baqlàwa  - Orientalisches Blätterteiggebäck mit Trockenfrüchten

Zutaten

  • 500 g Filoteig
  • 175 g geschmolzene Butter
  • 120 g unbehandelte Aleppo-Pistazien, gehackt

Für die Füllung

  • 1 kg unbehandelte Aleppo-Pistazien, gehackt
  • 1 Teelöffel Rosenwasser (optional)

Für den Zucker-Sirup (atar)

  • 500 g Zucker
  • 370 ml Wasser
  • 1 Teelöffel Zitronensaft
  • 1 Teelöffel Orangenblütenwasser
  • 1 Teelöffel Rosenwasser

Zubereitung
Eine rechteckige Backform von etwa 25 x 30 cm mit Butter einfetten. Den Boden der Backform mit 5 bis 7 Filoteigblättern auslegen und mit flüssiger Butter bestreichen. Dann gehackte Pistazien darüber streuen und mit weiteren 5 bis 7 Filoteigblättern bedecken. Wieder mit flüssiger Butter bestreichen. Den Schichtteig mit einem scharfen Messer diagonal in kleine Rauten zerschneiden und für etwa 15 Minuten bei 150°C backen, bis er eine goldene Farbe hat.
Inzwischen den Zucker in Wasser und Zitronensaft auflösen und für etwa 15 Minuten kochen. Dabei, wenn gewünscht, die Blütenextrakte zugeben. Den gebackenen Filoteig aus dem Ofen nehmen und mit dem Sirup übergießen, so dass er vom Teig ganz aufgenommen wird. Dann mit gehackten Pistazien bestreuen und zu einem türkischen Kaffee mit Kardamom (Qahwa) servieren.