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V für Verarbeitung

Veröffentlicht am 08 März 18

Die Verarbeitung ist die Methode, mit der man nach der Ernte die grünen Kaffeebohnen für den Export vorbereitet.

Es gibt drei verschiedene Systeme:

·      Trockenverarbeitung

·      Nassverarbeitung

·      Halbgewaschene Verarbeitung

TROCKENVERARBEITUNG

Dies ist die älteste Arbeitsmethode, die in einst im Nahen Osten von den Arabern angewandt wurde und noch immer in Ländern wie Brasilien, Westafrika und Südostasien (Vietnam und Laos) angewendet wird, wo das eher trockene Klima während der Erntezeit das Trocknen von Kirschen fördert.

Bei der Trockenmethode, die billiger und weniger aufwendig ist, werden die frisch gepflückten Früchte in dünnen Schichten ausgebreitet und 2–3 Wochen im Freien getrocknet. Die Sonneneinstrahlung und dann die Wirkung der Maschine ermöglichen die Trennung des Kerns sowohl von dem nun trockenen Fruchtfleisch als auch von den beiden Schutzmembranen.

So entsteht sogenannter „Naturkaffee“, der ungleichmäßig ist und sich durch eine grün-gelbe Farbe beim Arabica und grünbraun beim Robusta auszeichnet.

NASSVERARBEITUNG

Dies ist das am weitesten verbreitete Verfahren in den Ländern Mittelamerikas (Mexiko und Kolumbien), in Afrika (Kenia und Tansania) und in Indien. Es wurde 1740 von den Holländern entwickelt und wird in den Ländern verwendet, in denen das eher regnerische Klima eine trockene Verarbeitung nicht zulässt.

Im Gegensatz zum vorherigen System ist dieses System aufwendiger und anspruchsvoller und muss spätestens am Tag nach der Ernte beginnen, um eine Gärung zu vermeiden.

Die Kirschen werden von einer Maschine gepflückt, die das Exokarp von der Bohne trennt. Die gewonnenen Kerne werden dann in großen Wassertanks 1–2 Tage lang fermentiert, wobei eine als „Seim“ bezeichnete Substanz, die die Bohne bedeckt, vollständig aus ihr herauskommt. Danach folgt die Wasch- und Trockenphase in der Sonne oder in mechanischen Trocknern. Der gewonnene Kaffee, der noch die papierartige und silberfarbene Haut aufweist, wird schließlich in gut belüfteten Lagern gelagert.

Aus diesem Verfahren wird der so genannte „gewaschene Kaffee“ oder „milde“ Kaffee gewonnen, der besonders wertvoll ist, da er sehr einheitlich aussieht: eine grün-blaue Farbe beim Arabica und grün-gelb beim Robusta.

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HALBGEWASCHENE VERARBEITUNG

Diese Technik wurde Anfang der 90-er Jahre entwickelt, zunächst in Costa Rica und dann in anderen Ländern wie Kolumbien und Brasilien.

Unmittelbar nach der Ernte werden die Kirschen sauber gepflückt und maschinell teilweise vom Seim befreit, damit sie nicht gären. Die Bohnen werden dann in der Sonne oder in Trocknern getrocknet, um auch den Restseim zu entfernen.

Die so gewonnenen Kaffeebohnen werden als „halbgewaschen“ bezeichnet.

Dieses System, das eine geringere Wassermenge als das Nassverfahren verwendet, spart eine in diesen Ländern so wichtige Ressource erheblich ein.

 

 

 

 

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